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Massendelikt Ladendiebstahl:
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Regionale Unterschiede

80-Städte-Studie: Massendelikt Ladendiebstahl

Ladendiebstahl ist ein Massendelikt: Allein im Jahr 2013 zählten die Behörden 338.761 angezeigte Ladendiebstähle (2012: 345.873 Delikte). Die Dunkelziffer dürfte sehr viel höher liegen. Nach Schätzungen des Rechercheteams von

www.shopping.de spiegeln die polizeilich erfassten Delikte nur rund drei bis vier Prozent der Gesamtzahl der verübten Ladendiebstähle (einfacher Diebstahl) wider. Das heißt: Weit mehr als 90 Prozent der Straftaten bleiben unentdeckt. Nach offiziellen Zahlen summiert sich der Schaden deshalb „nur“ auf 27,1 Mio. Euro. Doch Einzelhandelsexperten schätzen den Verlust durch Ladendiebe auf bis zu 5 Mrd. Euro allein für das Jahr 2013.

Städte-Ranking

Besonders viele Diebstähle – im Verhältnis zu den Einwohnern – kamen im Jahr 2013 in Magdeburg, Regensburg, Saarbrücken, Leipzig, Dortmund und Kassel zur Anzeige. In allen sechs Städten wurden mehr als 1.000 Delikte je 100.000 Einwohne gezählt. In Magdeburg waren es statistisch betrachtet 1.233 Fälle (absolut: 2.834). Weitere „Ladenklau“-Hochburgen sind unter anderem: Berlin, Hannover, Chemnitz, Freiburg (Breisgau), Bremen, Frankfurt (Main), Hamburg oder Lübeck.
Hier geht es zur vollständigen 80-Städte-Tabelle zum Ladendiebstahl .
Trotz Sicherheitsdienst in den Geschäften, Videoüberwachung und Diebstahlsicherungen an den Produkten bleiben viele Einzelhändler für Ladendiebe reine Selbstbedienungsläden. Besonders im Fokus der Kriminellen sind kleine, schnell zu stehlende und vor allem werthaltige Produkte. Dies reicht unter anderem von scheinbar „schnöden“ Rasierklingen über Kosmetik, Parfüms, Markenmodeartikel, die bekannten Zigaretten und Alkohol bis hin zu Doch auch so genannte Auftragsdiebstähle nehmen immer mehr zu.

Weiterhin interessant: Rund 80% der ermittelten Diebe scheinen Einzeltäter zu sein. Experten gehen aber davon aus, dass diese Tatverdächtigen oft zu Diebesbanden gehören. Diese Annahme wird auch durch den nächsten Wert untermauert: 44% der ermittelten Kriminellen sind der Polizei bereits wegen gleicher oder anderer Straftaten bereits bekannt.

23. Februar 2015 von Jürgen Wetzstein
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