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ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger verkündete in Berlin die Marktzahlen für das Jahr 2016
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Fahrrad- und E-Bikemarkt in Deutschland 2016:

Trotz sinkender Abverkaufszahlen: Branche verzeichnete ein Umsatzplus

Auch ein weiterer Anstieg der Verkaufszahlen bei E-Bikes konnte nicht verhindern, dass der Fahrradmarkt im Jahr 2016 zumindest stückzahlenmäßig geschrumpft ist. Damit einher geht aber ein weiteres Umsatzwachstum im Markt, was zum einen den steigenden Verkaufszahlen bei Elektrofahrrädern, zum anderen aber auch, wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) heute in Berlin bekannt gab, dem Trend zu

immer hochwertigeren Ausstattungen der Fahrzeuge geschuldet sei. Als Hauptgrund für die insgesamt um 6,9 Prozent gesunkenen Absatzzahlen bei Fahrrädern und E-Bikes nannte ZIV-Frontmann Siegfried Neuberger insbesondere das wetterbedingt schwache 1. Halbjahr 2016, das zum Saisonstart bei den Deutschen zunächst keine rechte Lust aufs Radfahren entfacht hätte.

So wurden insgesamt nur 4,05 Mio. Fahrräder und E-Bikes verkauft, 605.000 davon waren allerdings mit elektrischem Antrieb unterwegs, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht. Und damit seien hier die Erwartungen trotz der insgesamt eher schwierigen Rahmenbedingungen noch einmal weit übertroffen worden. Der Marktanteil von E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt steigerte sich demzufolge auf nunmehr 15 Prozent. Mittelfristig könne deshalb von einem Anteil von 18 bis 20 Prozent ausgegangen werden, so die Prognose des ZIV. Langfristig rechnet der ZIV mit einem Anteil am Gesamtfahrradmarkt von bis zu 30 Prozent.

Weil der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad (inklusive E-Bike) um 15 Prozent über alle Vertriebskanäle hinweg gerechnet anstieg, konnte sich die Branche über ein Umsatzplus von 7 Prozent bzw. einen Fahrradumsatz von 2,6 Mrd. EUR freuen. Daraus ergibt sich ein geschätzter Gesamtumsatz der deutschen Fahrrad-, Teile- und Komponentenindustrie von 5,2 Mrd. Euro.

Hinsichtlich der Modellgruppenaufteilung (nach Absatz) lässt sich ein leichter Rückgang bei City-/Urban-, Trekking-, Jugendrädern und MTB feststellen. Während alle anderen Kategorien stabil blieben, konnten Holland- und Tourenräder sowie Sonstige (Lastenräder, Liegeräder, Singlespeed) leicht zulegen.

Erstmalig können auch E-Bikes anteilig in Modellgruppen (nach Absatz) ausgewiesen werden. Somit kommen die Kategorien E-City-/Urban auf 45 Prozent, E-Trekking auf 35,5 Prozent, E-MTB auf 15 Prozent, E-Lastenräder auf 2,5 Prozent, schnelle E-Bikes auf 1 Prozent sowie die Sonstigen auf 1 Prozent am E-Bike-Gesamtmarkt.

7. März 2017 von Jürgen Wetzstein

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