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Steckantrieb von Relo
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Nach dreijähriger Entwicklungszeit

Relo-Antrieb macht sich bereit für den Vertriebsstart

Der Pedelec-Boom in Deutschland fördert immer neue Unternehmen und Produktideen zu Tage. Eine davon ist der Relo-Antrie aus Nürnberg hinter dem ein vielköpfiges Entwicklerteam um Philipp Nagler steht, der jetzt reif sei für den Markteintritt. Für den Vertrieb des abnehmbaren Steckantriebs will das Unternehmen den Fahrradfachhandel gewinnen.

Steckantrieb von ReloSteckantrieb von ReloSteckantrieb von Relo an einem CrossradSteckantrieb von Relo verbaut an einem MTB

Das Angebot an Nachrüstsätzen wächst aktuell stetig, auch wenn nicht nur Fahrradsachverständige immer wieder Bedenken aufgrund der juristischen Fallstricke beim Umbau eines herkömmlichen Fahrrads zu einem Pedelec äußern.

Im Gegensatz zu den vielen Nachrüst-Kits zum Einbau in Vorder- und Hinterrad verfolgt der Relo-Antrieb eine neue Idee: Der 250-Watt-Motor (Unterstützung bis 25 km/h) und Akku wird direkt am Unterrohr oder alternativ am Sattelrohr montiert. Die Kraftübertragung auf die Achse erfolgt über ein Getriebe, das so gestaltet ist, dass es mittels zweier frei schwenkbaren Kettenstufen an die jeweiligen Rahmengeometrie angepasst werden kann. Hinzu kommen noch verschiedene Adapter-Lösungen, um auch für die verschiedenen Achsenstandards gerüstet zu sein. Die Zeit für einen Umbau gibt Relo mit rund 30 Minuten an.

Was den Relo-Antrieb von anderen Lösungen unterscheidet: Motor und Akku können dank einer bajonettartigen Verschlusslösung mit einem Handgriff vom Rad entfernt werden. Das Rad verliert so entscheidend wieder an Gewicht und kann konventionell genutzt werden. Fix verbleibt nur das Getriebe. Aber auch mit angestecktem Motor kann das Rad unmotorisiert gefahren werden.

Bedient wird der Motor, der drei Unterstützungsstufen bietet, mit einem Daumenschalter am Lenker, der via Bluetooth drahtlos mit dem Motor kommuniziert. Alternativ geht die Steuerung auch über das eigene Smartphone. Eine eigene App hierfür steht zur Verfügung.

Basispaket für 2200 EUR

Bereits ab März sollen die ersten Systeme ausgeliefert werden. Relo setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit Fachhändlern, denen man als Partner im Vertrieb, Marketing und Service zur Seite stehen will. Neben der schnellen und einfachen Montage der Komponenten nennt das Unternehmen zudem den ebenfalls einfachen Austausch von Motor und Akku im Falle eines Defekt als weiteren Pluspunkt des Systems. Relo sieht sich auch als Servicepartner vor Ort mit Serviceleistungen wie Montageeinweisung, Produktvorstellung beim Händler sowie direkte Erreichbarkeit und schnelle Reparatur- bzw. Austausch-Services. Geordert werden könne ab einem Stück. Den Verkaufspreis an Endkunden für das Basispaket mit Getriebe, Motor, Ladegerät und Daumenschalter gibt Relo inklusive Montage mit 2200 EUR an.

Nach dem Messeauftritt auf der Münchner Freizeit- und Tourismusmesse free will sich Relo in wenigen Wochen auch auf der Berliner Fahrrad Schau präsentieren.

4. März 2016 von Jürgen Wetzstein
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