Finanzielle Schieflage
Automobil- und E-Bike-Zulieferer meldet Insolvenz an
Der Schwäbische Werkzeug- und Frässpezialist Webo hat seine Wurzeln in der Automobilbranche. Seit einiger Zeit nahm das Unternehmen mit Sitz in Amtzell jedoch neu auch die E-Bike-Branche ins Visier und positionierte sich dort u.a. als Anbieter von hochwertigen und widerstandsfähigen Zahnkränzen, die auf die Anforderungen bei E-Bikes zugeschnitten sind. Mit der Erschließung dieses Marktfeldes wollte das 2008 gegründete Unternehmen auch ein Kontrapunkt zum schwierigen Automobil-Umfeld setzen, wie auch aus einem Imagefilm auf der Startseite des Unternehmens deutlich macht.
Jetzt ist das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten. Vor dem Amtsgericht Ravensburg hat die Webo GmbH Anfang Dezember Insolvenzantrag gestellt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Matthäus Rösch bestellt.
Laut Informationen der "Schwäbischen Post" läuft der Betrieb bei der Webo GmbH zunächst weiter, die Auftragssbücher seien voll. Es wird erwartet, dass ein Sanierung des Unternehmens angestrebt wird. Für die Liquiditätsprobleme seien die Krise in der globalen Automobilindustrie und reduzierte Abrufzahlen im E-Bike-Geschäft verantwortlich.
Wie auf der Firmenwebsite von Webo zu lesen ist, betrug der Automotive-Anteil an der Serienfertigung im Jahr 2024 nur noch 20 %. Als 2022 die Non-Automotive-Geschäfte intensiv verfolgt wurden, wurde der Start der Kundenbeziehung zu Sram hervorgehoben.
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