Wirtschaftsgespräch im Vorfeld von vivavelo
Berlin: Handelsforscher sehen Fahrradbranche auf Wachstumskurs
„Branchenfokus Fahrräder 2011“ , in der der Fahrradbranche ein jährliches Wachstumspotenzial von 3,65 % auch künftig zugetraut wird.
Diese Zahl konnte der Premiumfachhandel im vergangenen Jahr freilich deutlich übertreffen. Herresthal spricht von einem Plus von 9,4 % (Quelle: wob Hartmann). Zudem sind Händler dieser Kategorie besonders optimistisch. Für 2012 erwarten 68,5 % der Premium-Fachändler eine weitere Umsatzsteigerung, „Das unterstreicht, dass das Fahrrad auch vom Verbraucher als Produkt gesehen wird, das individuelle Beratung und persönliche Einstellung braucht“, sagt Herresthal. Getragen wird dieser Optimismus auch von einem Schub, der von E-Bike-Verkäufen ausgeht, der vom VSF für das Jahr 2011 auf knapp 300.000 beziffert wird. Der erzielte Durchschnittspreis von E-Bikes im Premiumfachhandel habe laut VSF-Erhebung im vergangenen Jahr bei 2517 EUR gelegen.
Während der Pressekonferenz zog Herresthal Vergleiche zur Automobilbranche. Nur 1800 Elektroautos seien im vergangenen Jahr zugelassen worden. „Während die Autoindustrie noch an der Elektromobilität tüftelt, ist sie im E-Bike bereits gelebte Realität“, hielt Albert Herresthal den Journalisten vor Augen. Er lobte den Innovationswillen und die Innovationskraft der Fahrradbranche, die bereits seit knapp 20 Jahren im Bereich der Elektromobilität forscht, entwickelt und produziert – „ohne Subventionen vom Staat einzufordern.
Die aktuelle Zahl von Vollzeit-Arbeitsplätzen in der Fahrradbranche bezifferte Herresthal aktuell mit 278.000, das Gesamtvolumen der Fahrradwirtschaft (inklusive Fahrradtourismus) mit 16 Mrd. EUR.
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