Wie Kunden online bezahlen:
Elektronische Zahlungswege sind auf dem Vormarsch
Paypal, Sofortüberweisung, ClickandBuy, giropay usw. – so heißen einige der elektronischen Zahlsysteme im Einzelnen, die nun erstmals zusammen mehr Zuspruch finden als der kundenfreundliche Kauf auf Rechnung. Dies ist das Ergebnis einer soeben veröffentlichten gemeinsamen Studie des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) und der Creditreform Boniversum GmbH.
In der Studie, die regelmäßig seit 2011 durchgeführt wird, ist der Anteil der erfassten Rechnungskäufe alljährlich gesunken. Von 40 % Anteil im Januar 2011 über 32 % (Januar 2012) sank der Anteil nun auf 27 % (Januar 2013). Im gleichen Zuge steigerten elektronische Bezahlsysteme von 26 % über 30 % auf aktuell 41 % im Januar 2013. Alle weiteren Zahlmöglichkeiten (Lastschrift, Kreditkarte, Vorauskasse) mussten ebenfalls leichte Rückgänge verkraften.
Frauen zahlen lieber auf Rechnung
Bemerkenswert ist der von der Studie festgestellte Unterschied zwischen den Geschlechtern bei der Auswahl der Zahlungsarten. Während Männer überwiegend modernen, elektronischen Bezahlsystemen den Vorzug geben (von 43 % der Männer genutzt aber nur von 38 % der Frauen), ziehen Frauen nach wie vor den den Kauf auf Rechnung vor. 35 % der Frauen, aber nur 20 % der Männer wählen diese Zahlart. Auch Kreditkarten werden online und im Versandhandel drei Mal häufiger von Männern gezückt als von Frauen (16 % zu 6 %).
Bei den Altersstrukturen hat sich das Nutzungsverhalten inzwischen laut Studie angeglichen. So ließen sich kaum noch unterschiedliche Präferenzen herauslesen. Jüngere Konsumenten (bis 39 Jahren) nutzen sogar mit 40 % Anteil etwas seltener elektronische Zahlarten als ältere Konsumenten (41 % Anteil).
Vor allem Paypal wird dabei der am stärksten profitierende Gewinner bei dieser Entwicklung sein. Dass die Zahl der Rechnungskäufe in den letzten Jahren zurückgeht, hat aber nicht nur mit den Kundenpräferenzen zu tun, sondern erheblich auch mit dem Angebot des Handels. Der Kauf auf Rechnung verursacht häufig höhere Zahlungsausfallquoten als andere Zahlarten. Wird er über spezialisierte Anbieter abgesichert, verursacht der Rechnungskauf höhere Kosten, weswegen er im Ergebnis vom Handel schlicht auch seltener angeboten wird.
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