Übernahmevertrag geschlossen
Otto Group trennt sich von SportScheck
Seit 1991 gehört SportScheck zum Verbund des Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group. Doch das Unternehmen schreibt seit einigen Jahren rote Zahlen. Erhebliche Anstrengungen wurden unternommen, um das Multichannel-Unternehmen wieder in die Spur zu bringen. Von der Otto-Group heißt es dazu: „Trotz großer Zuversicht, hoher Kreativität und einer erfolgversprechenden strategischen Ausrichtung hin zu einem 'Treffpunkt für das Erlebnis Sport' fehlt dem Multichannel-Unternehmen mit 17 Filialen in Deutschland - in der bisherigen Struktur als Stand alone im Facheinzelhandelsmarkt - die nötige Schlagkraft und Größe, um sich gegenüber der zunehmend herausfordernden Konkurrenz durch Online- und Discountanbieter zukunftsfest und nachhaltig erfolgreich zu positionieren.“ Und offenbar war die Otto-Group nicht mehr gewillt weiter in SportScheck zu investieren. Sebastian Klauke, Mitglied des Konzern-Vorstands und Aufsichtsratsvorsitzender Sportscheck: „Es wären sehr hohe Investitionen nötig gewesen, um in der bisherigen Konstellation die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Gewinnzone zu schaffen – ohne eine Gewähr dafür zu haben, dass dies angesichts des äußerst schwierigen Marktumfeldes auch wirklich gelingt. Wir haben in den vergangenen Monaten sehr intensiv alle möglichen Optionen unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten geprüft. Die Integration des Sportscheck-Ökosystems in das Omnichannel-Angebot der Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden deshalb aus unserer Sicht eine weitaus verlässlichere Zukunftsperspektive.“
SportScheck wandert zu Galeria Karstadt Kaufhof
Jetzt hat die Otto Group einen Veräußerungsvertrag mit Galeria Karstadt Kaufhof zur Übernahme von SportScheck mit allen Tochtergesellschaften geschlossen. Mit der Akquisition verfolgt das Unternehmen Wachstumsziele im Sportbereich. "Wir sind führend im Wachstumsgeschäft Sport und werden unsere ohnehin starke Präsenz mit dem Erwerb von SportScheck in den deutschen Innenstädten jetzt noch einmal deutlich ausbauen. Unser Sportgeschäft wird mit dem Geschäft von SportScheck seine bestehende Kundenbasis erheblich erweitern. Dazu gehören die jährlich rund 10 Millionen Besucher in den 17 innerstädtischen SportScheck Filialen, 2,4 Millionen Kunden im Onlinehandel und 85.000 Teilnehmer an SportScheck-Events. Wir freuen uns, dass wir mit SportScheck eine der Top-Marken im deutschen Sporthandel übernehmen und dass wir nun gemeinsam einen extrem starken innerstädtischen Omnichannel-Händler formen können", erklärt Dr. Stephan Fanderl, CEO von Galeria Karstadt Kaufhof. Die Warenhaus-Gruppe verfügt mit den bestehenden Sporthäusern von Karstadt Sports, den gerade erst neu eröffneten Filialen an den Standorten Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck, sowie den Sportabteilungen bei Karstadt und Kaufhof über eine starke innerstädtische Marktpräsenz.
Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen. Über den Verkaufspreis wurden keine Angaben veröffentlicht.
Die Signa Holding von Investor René Benko hatte im Juni die Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof vollständig übernommen (velobiz.de berichtete) .
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