Unfallstatistik 2010
Schweiz und Österreich: Mehr Radfahrer, weniger Unfälle
der getöteten Radfahrer um 43%. Im Jahr 2009 verloren 54 Fahrradfahrer im Straßenverkehr ihr Leben, im vergangenen Jahr waren es 31. Allerdings war im Jahr 2009 die „kurzfristige Entwicklung bei den Fahrradfahrern besorgniserregend“, wie es von Seiten der bfu heißt. Die Zahl der schwerverletzten Radfahrer verringerte sich um 2% nur leicht. Auf Schweizer Straßen wurden im vergangenen Jahr 842 Fahrradfahrer schwer verletzt, im Jahr davor waren es 858.
Rückgängig ist in der Schweiz die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer (minus 12%), hingegen stieg die Zahl der getöteten Fußgänger stark an (plus 27%). Autofahrer bilden mit insgesamt 130 Fällen die größte Gruppe der getöteter Verkehrsteilnehmer in der Schweiz.
Österreich: Absage an Helmpflicht
In einer aktuellen Studie des VCÖ heißt es, dass die Anzahl der Radfahrer die seit 2000 auf österreichischen Straßen ums Leben kamen um 48,4% gesunken ist. Martin Blum VCÖ-Experte betont: „Gleichzeitig wurde im Vorjahr (2010) etwa doppelt soviel Rad gefahren wie vor zehn Jahren. Die Verkehrssicherheit steigt, je mehr mit dem Fahrrad fahren. Das deckt sich auf mit internationalen Erfahrungen.“
2010 waren 6% der Verkehrsteilnehmer in Österreich ums Leben kamen Radfahrer, dagegen 17% waren Fußgänger. Eine Radhelmpflicht lehnt der VCÖ in diesem Zusammenhang ab. Immerhin würden 87% aller Kinder einen Helm tragen. Dies sieht der VCÖ als Indiz dafür, dass die Eltern in Sachen Verkehrssicherheit verantwortungsvoll mit ihrem Nachwuchs umgingen. Die Zahl der verunglückten PKW-Insassen ging in den letzten zehn Jahren um 44% zurück. Wie in der Schweiz bilden PKW-Unfälle mit Personenschaden oder Verkehrstoten mit jeweils über 50% den größten Teil der Betroffenen. Bei zwei Drittel der Verkehrsunfälle sind PKW beteiligt.
Beide Verbände werten die aktuellen Zahlen als Erfolg, dennoch müsse man weiter an der Verbesserung der beiden arbeiten, so der Tenor.
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