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Das dürfte bald häufiger zu sehen sein: Ein Pedelec als Dienstfahrrad
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Per Crowdfunding vermittelt:

LeaseRad Finanzierung setzt die Weichen auf Wachstum

Ein Leasing-Konzept für Dienstfahrräder – diese Gründungsidee fand auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch so großen Zuspruch, dass in nur zwei Tagen 220.000 EUR eingesammelt werden konnten. Dabei profitierte das Unternehmen wohl auch von der jüngst beschlossenen Steueränderung zu Dienstfahrrädern, die zu gestiegenen Umsatzerwartungen im nächsten Jahr führt.

Insgesamt konnten 260 private Investoren von der LeaseRad-Geschäftsidee überzeugt werden. Die nun erfolgte Finanzierungsrunde ist bereits die zweite in der jungen Geschichte des Unternehmens. Viele der aktuellen Investoren haben bereits während der ersten Finanzierungsrunde im August diesen Jahres Geld zur Verfügung gestellt.

Die nun erfolgte zweite Runde stellt auch einen Rekord für die Crowdfunding-Plattform Seedmatch dar: Es handelt sich um die größte Finanzierungsrunde, die je über die Plattform abgeschlossen wurde. Seedmatch ist die größte Crowdfunding-Plattform in Deutschland. „Die privaten Investoren auf Seedmatch bieten uns nicht nur die nötigen Finanzmittel, sondern haben uns stets aktiv mit wertvollen Kontakten und konstruktivem Feedback unterstützt, daher haben wir uns gegen die klassische VC-Finanzierung entschieden, obgleich wir bereits einige interessante private Investmentangebote hatten“, so Holger Tumat, Geschäftsführer der LeaseRad GmbH, über die Entscheidung für die Finanzierung über Crowdfunding.

Mit dem nun eingesammelten Geld strebt LeaseRad eine Umsatzverdopplung auf zwei Millionen Euro im kommenden Jahr an. So wird das Geld in die Verstärkung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten fließen. Auch werden neue Mitarbeiter eingestellt, um das geplante Wachstum stemmen zu können: „Wir wollen gerüstet sein, wenn im Frühjahr die Fahrradsaison losgeht“, so Ulrich Prediger, Gründer und Geschäftsführer von LeaseRad.

Dem Unternehmen kommt auch der jüngst beschlossene Erlass der Landesfinanzministerien zugute, mit dem das Dienstwagenprivileg rückwirkend für 2012 nun auch für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes gilt. Die steuerliche Gleichbehandlung bedeutet laut LeaseRad, dass Radfahrer nun bis zu 40 Prozent günstiger an ihr Wunschrad kommen können. „Für uns ist es jetzt enorm wichtig, mit den Anforderungen unserer bestehenden und kommenden Kunden Schritt zu halten. Bereits für das laufende Jahr rechnen wir mit einem zehn Prozent höheren Umsatz als ursprünglich geplant, für 2013 erwarten wir eine Verdopplung des Umsatzes auf mehr als zwei Millionen Euro“, so Holger Tumat.

Dienstradregelung sorgt für Optimismus

Die beschlossene Gleichstellung von Fahrrädern mit Dienstwagen sorgt für zusätzlichen Optimismus bei LeaseRad.

Bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein Dienstrad gestellt, muss dieser nach der neuen Regelung den geldwerten Vorteil nur mit einem Prozent des Listenpreises monatlich versteuern. In einem Punkt sind Diensträder sogar besser gestellt als Dienstwagen: Der Arbeitsweg muss nicht versteuert werden.

Aber auch wenn der Arbeitgeber die Kosten für das Rad nicht übernimmt: mit „Jobrad“ ( www.jobrad.org ), dem Angebot der LeaseRad GmbH, kommt der Arbeitnehmer durch das Modell der Gehaltsumwandlung deutlich günstiger zu seinem Wunschrad. Bis zu 40 Prozent betrage die Ersparnis, je nach Gehalt und der Steuerklasse des Mitarbeiters.

Bei der Abwicklung spielt auch der Fachhandel eine Rolle: Der Arbeitgeber schließt einen Rahmenvertrag mit LeaseRad, der Arbeitnehmer sucht sich sein Wunschrad bei einem Fahrradfachhändler aus, der das Jobrad-Konzept anbietet. Die Kosten können beliebig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt werden wobei der Mitarbeiter seinen Teil der Leasingrate durch eine Lohnumwandlung begleicht.

11. Dezember 2012 von Daniel Hrkac

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